4,02 Millionen. Das ist das annualisierte Tempo der Bestandsverkäufe im April 2026 — nur 0,2 % mehr als im März und im Jahresvergleich praktisch unverändert. Für einen Wohnungsmarkt, den viele Analysten bis Mitte 2026 im Gleichgewicht erwartet hatten, ist diese Zahl ein Signal, dass der Normalisierungsprozess länger dauert als erwartet.
Der Medianverkaufspreis lag bei 417.700 $, 0,9 % höher als im Vorjahr — der 34. aufeinanderfolgende Monat mit jährlicher Preissteigerung. Der Lagerbestand erreichte 1,47 Mio. Einheiten, 5,8 % mehr als im März und 1,4 % mehr als im Vorjahr. Bei aktuellem Verkaufstempo entspricht das 4,4 Monaten Angebot.
Das Lock-in-Problem der Verkäufer hat sich nicht gelöst
Das vorherrschende strukturelle Merkmal des aktuellen US-Wohnungsmarkts ist das Verkäufer-Lock-in: Eigenheimbesitzer, die zwischen 2020 und 2022 zu 2,5–3,5 % refinanziert haben, haben keinen finanziellen Anreiz, auf einem Markt zu verkaufen, auf dem ihre Ersatzhypothek bei 6,33 % läge.
Der Wohnungsmarkt im April 2026 befindet sich in einem Wartezustand. Preise halten. Volumen hält. Lagerbestände steigen langsam. Das Ventil ist ein Zinsumfeld, das vor 2027 kaum kommen dürfte.
