Ein Auftragssprung von 41% ist die Zahl, bei der ich aufhöre zu scrollen. Hurco meldete sie gerade für das Geschäftsquartal Q2 2026 — und weil Aufträge dem Umsatz um ein bis zwei Quartale vorauslaufen, ist das ein vorausschauender Blick auf das Geschäft, selbst während das Unternehmen noch rote Zahlen schreibt.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Aufträge | +41% auf 61,6 Mio. $ |
| Umsatz | +17% auf 47,6 Mio. $ |
| Bruttomarge | 19% → 22% |
| Nettoverlust | 2,37 Mio. $ (−0,37 $/Aktie) |
| Vorjahresverlust | 4,06 Mio. $ (−0,62 $/Aktie) |
| Barmittel | 50,06 Mio. $ |
| Schulden | Keine |
| Eigenkapital | 192,42 Mio. $ |
Warum es sich bewegte
Die Aufträge überflügelten den Umsatz deutlich — 61,6 Mio. $ gebucht gegen 47,6 Mio. $ ausgeliefert. Diese Lücke ist das Erholungssignal. Eine Mix-Verschiebung hin zu Premium-Hurco- und Takumi-Maschinen plus Preisdisziplin trieb die Bruttomarge von 19% auf 22%, und der Nettoverlust halbierte sich gegenüber dem Vorjahr nahezu.
Was es für Sie bedeutet
Die Nachfragepipeline füllt sich wieder, bevor die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dreht, und 50,06 Mio. $ Barmittel, null Schulden und 192,42 Mio. $ Eigenkapital geben Hurco Spielraum, auf die Umwandlung der Aufträge in Lieferungen zu warten. Das Risiko: Holt der Umsatz im nächsten Quartal das Auftragsbuch nicht ein, bleibt dies ein Verlustbringer.
Fazit: Ich behandle HURC als frühzyklische Wende, die ich in Schwäche akkumuliere, nicht hinterherjage — ich will, dass sich das Auftragsbuch in Gewinn verwandelt, bevor ich aufstocke.
