Nvidia: Wieder einmal lieferte es
Nvidia meldete Q1-FJ2027-Ergebnisse (Nvidias Fiskaljahr endet im Januar): Umsatz 44,1 Mrd. $, +69 % im Jahresvergleich. Datacenter-Umsatz: 39,1 Mrd. $, +73 %. Operative Marge: 67 %. EPS: 0,96 $ vs. Schätzung 0,89 $.
Das sind keine normalen Unternehmensberichte. Nvidia liefert jetzt jedes Quartal Zahlen, die vor fünf Jahren für das Gesamtjahr als utopisch gegolten hätten. Die KI-Capex-Zyklusthese — dass Hyperscaler Hunderte von Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren — wird jedes Quartal neu bestätigt.
Meine Position in NVDA besteht aus einer Long-Aktie-Position (3 % des Portfolios) und einem Covered Call, den ich vor den Ergebnissen geschrieben hatte.
Der Covered Call: Wie er sich entwickelte
Ich habe vor den Ergebnissen einen Covered Call auf meine NVDA-Position geschrieben — Strike 145 $, Verfall Mai, Prämie 2.800 $ eingenommen.
NVDA schloss nach den Ergebnissen bei 141 $ — unter dem Strike. Der Covered Call verfiel wertlos. Das bedeutet: Ich behalte meine Aktien, und die 2.800 $ Prämie ist mein Gewinn für den Trade.
Das ist Covered-Call-Strategie im besten Fall: Ich war bereit, bei 145 $ zu verkaufen. Der Kurs kam nicht dahin. Ich behalte beides — Aktien und Prämie. Natürlich bedeutet es auch, dass ich bei einem stärkeren Run-up auf 160 $ gedeckelt gewesen wäre. Das war bewusst akzeptiert.
OPEX: Was passierte
Der Mai-Options-Verfalltermin (dritter Freitag) erzeugte deutliche intraday-Schwankungen, besonders in Technologieaktien. Der S&P 500 handelte am Verfallstag in einer Range von fast 1,5 % — breit für einen einzelnen Tag ohne große Nachrichten.
Das ist klassisches OPEX-Verhalten: Market Makers hedgen ihre Gamma-Exposition, was kurzzeitige Kursbewegungen in Richtung großer Open-Interest-Strikes erzeugt (sogenanntes "Pinning") — und dann Volatilität, wenn diese Ebenen gebrochen werden. Für langfristige Investoren ist das Rauschen, das ich ignoriere.
DXY: Erste Stabilisierung
DXY erholte sich von 98,7 auf 99,8 — eine erste Stabilisierung nach wochenlangem Rückgang. EUR/USD gab von 1,135 auf 1,125 nach.
Ist das eine Trendumkehr? Zu früh zu sagen. Meine Basis-These bleibt Dollar-Schwäche für H2 2026, aber ein kurzzeitiges Aufbäumen ist normal und erwartet. Ich habe meine EFA-Position nicht verändert.
Portfolio-Stand Ende Woche 21
Aktien (US): 62 % — QQQ 16 %, einzelne Tech- und Finanzwerte 28 %, GEICO-ähnliche Versicherungswerte 8 % Internationale Aktien: 14 % — EFA 10 %, INDA 3 %, EWZ 1 % Gold: 5 % Anleihen: 5 % — TLT 3 %, LQD 2 % Cash: 9 % Sonstige (Rohstoffe-ETF): 5 %
Insgesamt: zufrieden mit der Positionierung. Ich warte auf weitere CPI-Daten und FOMC-Kommunikation im Juni.
